Für die Wende gegen Mainz: Schröder-Appell an 50.000 Gladbacher Daumen hoch - das hätte Rouven Schröder (50) am Samstag auch gerne von den Fans Bei Borussia läuft in dieser Saison bislang fast alles schief. Null Punkte stehen nach drei Spielen zu Buche, 3:12 Tore, und der VfL nur deshalb nicht Letzter, weil der Hamburger SV noch gar nicht getroffen hat.

Als Hauptgrund für den Horrorstart hat die Chefetage die fehlende Widerstandskraft ausgemacht: Kaum gibt es einen Rückschlag, knickt die ganze Truppe in sich zusammen. Genau da will der Ein-Spiel-Trainer Jan-Moritz Lichte (46) am Samstag gegen Mainz (15.30 Uhr/Sky) ansetzen.

Doch allein werden Trainer und Team die Wende nicht schaffen - da ist sich Boss Rouven Schröder (50) sicher. Deshalb appelliert er an die Spieler, sondern an die kompletten 50.000 VfL-Fans im Park!

Der Sportchef: „Die Mannschaft sollte schon den Arsch wieder hochkriegen. Aber dafür brauchen wir auch jeden Einzelnen im Stadion und 90 Minuten lang vollen Support.

Auch wenn Fehler passieren – und die werden auch am Samstag passieren – müssen wir zusammenhalten. Das ist das, was Borussia immer ausgezeichnet hat.

Diese Resilienz ist für uns gerade elementar und wird immer ein Schlüssel dieses Klubs sein.“

Auch Lichte betont: „Wir haben in dieser Saison auch schon strukturell über weite Strecken gute Dinge gemacht. Wir hatten aber immer wieder Phasen, in denen wir Fehler gemacht haben, die jedes Mal bestraft wurden.

Und dann war es so, dass wir nach einem Gegentor gleich das nächste kassiert haben. Das müssen wir unbedingt abstellen, indem wir auch nach Rückschlägen jeden Pass, jede Aktion mit voller Überzeugung ausführen und nicht an uns zweifeln.“

Zieht dabei das Stadion mit?

Beim 0:5 in Freiburg fand Schröder das Verhalten der Anhänger nach eigenen Worten „vorbildlich“, was durchaus überraschend ist: Nach dem 0:3 schwenkte die Gladbach-Kurve in ironisch-sarkastische „Europapokaaaaal“-Gesänge um und machte die taumelnde Mannschaft damit lächerlich. Doch der Manager stellt klar: „Wir stellen uns auch der Kritik!

Und wenn wir schlecht waren, bin ich der Erste, der mit der Mannschaft nach dem Spiel den Kopf hinhält. Aber während der 90 Minuten helfen Pfiffe niemandem.“

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