Ulf Kirsten, ehemaliger Torjäger mit 182 Bundesliga-Toren, begrüßt den Reformvorschlag von DFB-Präsident Bernd Neuendorf zur Regionalliga. Neuendorf plant, die fünf bisherigen Regionalligen auf vier zu reduzieren und die Einteilung jährlich anhand der kürzesten Fahrtstrecken neu vorzunehmen, um unter anderem Derbybegegnungen zu erhalten.
Die Reform soll noch in diesem Jahr auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag beschlossen werden. Kirsten lobt Neuendorfs Führungsstärke und sieht darin eine notwendige Entscheidung nach langjährigen Streitigkeiten.
Die neue Struktur sieht vier Meister vor, die in die 3. Liga aufsteigen, sowie eine gleiche Anzahl an Absteigern.
Außerdem wird die Qualität der vierten Spielklasse durch die Zusammenlegung erhöht. Ein weiterer Bestandteil der Reform ist die Einführung einer U21-Liga und ein verstärkter Profi-Unterbau.
Dadurch erhofft sich der DFB positive Effekte für die Nachwuchsförderung im deutschen Fußball. Nach bisherigen Abstimmungen erwarten Neuendorf und Unterstützer eine Mehrheit für das Kompassmodell, insbesondere durch Stimmen der Bundesliga, der Landes- und Regionalverbände im Norden und Westen.
Kirsten hebt hervor, dass die Reform dem deutschen Fußball Planungssicherheit und bessere Entwicklungschancen bieten wird, während sie zugleich den Forderungen von Vereinen und Fans nachgekommen sei. Die Gleichbehandlung aller Regionen ist dabei ein zentraler Kompromisspunkt.
Laut Kirsten ist die Umsetzung der Reform ein wichtiger Schritt, auch im Hinblick auf die Nachwuchsförderung und die Verbesserung der Strukturen nach dem WM-Aus der Nationalmannschaft.
