Die U17-Mannschaft von Lok Leipzig erhielt kampflos drei Punkte, nachdem das Spiel gegen den Nachwuchs von Tennis Borussia am vergangenen Samstag nicht stattfand. Der Berliner Klub trat mit allen Jugendteams nicht an, um gegen Missstände in der Jugendarbeit zu protestieren.
Die Jugendtrainer und Eltern fordern bessere strukturelle Grundlagen und nannten fehlende Materialien, Kostenbeteiligung an Fahrten sowie unvollständige Ausrüstung als Gründe für den Streik. Tennis Borussia bestritt jedoch diese Vorwürfe in einer Stellungnahme und bezeichnete die Boykottgründe als haltlos.
Der Vorstand des Vereins reagierte mit der sofortigen Freistellung der Verantwortlichen, darunter Trainer und Jugendmaterialwart, die als Initiatoren des Ausstands gelten. Das ausgefallene Spiel wird voraussichtlich mit 2:0 zugunsten von Lok Leipzig gewertet.
Ob eine Neuansetzung erfolgt, bleibt offen. Eine offizielle Stellungnahme von Tennis Borussia steht noch aus.
