Jetzt spricht der Rückkehrer: Diaby: „Leverkusen hat seine Mentalität verändert“ Moussa Diaby (27) wechselte für 28 Mio. Euro Ablöse von Al-Ittihad nach Leverkusen Leverkusen – Seit vier Wochen ist Moussa Diaby (27) wieder in Leverkusen.

Vier Pflichtspiele hat der Franzose seit seiner Rückkehr aus Saudi-Arabien absolviert. Am Dienstagmittag zog Diaby in der BayArena eine erste Zwischenbilanz nach seinem 28-Millionen-Euro-Wechsel von Al-Ittihad zur Werkself.

„Ich freue mich, wieder hier zu sein, und bin sehr glücklich. Dieser Verein hat mir die Chance gegeben, in einem großen Stadion vor großartigen Fans sehr wichtige Spiele zu bestreiten.

Ich bin überzeugt, dass wir hier sehr gute Dinge erreichen können, weil wir viele gute Spieler und auch einen guten Trainer haben“, erklärt Diaby. Wer Diaby zuhört, erlebt einen Spieler, der erwachsen geworden ist.

Sein Englisch ist perfekt. Dass er Leverkusen als „mein Zuhause“ bezeichnet, ist keine hohle Phrase.

Er betont: „Ich sage, dass es mein Zuhause ist, weil ich vier Jahre hier gespielt habe. Ich glaube, ich habe es in der Zeit sehr gut gemacht – der Verein war mit mir zufrieden und ich war mit dem Verein zufrieden.

Ich kenne hier einige Spieler. Einige sind gegangen, andere sind geblieben.

Ich kenne den Klub und seine Infrastruktur sehr gut. Ich kenne die Stadt und die Fans.

Deshalb ist das meine Heimat. Ich muss mich nicht groß anpassen, wie ein anderer Spieler, weil ich hier alles kenne.“

BILD fragte Diaby: Sie gingen 2023 zu Aston Villa, ein Jahr später zu Al-Ittihad.

Wie hat sich Bayer 04 aus Ihrer Sicht in den letzten drei Jahren verändert? Diaby: „Leverkusen hat seine Mentalität verändert.

Bayer ist wettbewerbsfähiger geworden und hat jetzt einen sehr großen Einfluss auf diese Liga, weil der Klub 2024 die Meisterschaft gewinnen konnte. Wenn wir ein Spiel beginnen, haben wir das Gefühl, dass Leverkusen ein sehr, sehr guter Verein ist.

Ich denke, dass wir etwas Großartiges erreichen und Leverkusen wieder an die Spitze bringen können.“

Zwei Leverkusener Top-Einkäufe: Moussa Diaby und Verteidiger Facundo Medina (r./27)

Von den Bayer-Fans wurde er herzlich begrüßt. Hatte Diaby mit diesen Emotionen gerechnet?

„Nein, aber ich bin auch nicht überrascht“, sagt der Rechtsaußen, „denn als ich vorher hier war, waren die Fans sehr glücklich mit mir – und ich mit ihnen. Wir mögen einander.

Aber ich möchte ihnen einfach danke sagen: Wenn 30.000 Menschen deinen Namen rufen, bedeutet das sehr viel. Das kann mir viel Gutes geben.

Aber ich muss den Fans etwas zurückgeben, das funktioniert nicht nur in eine Richtung – es muss von beiden Seiten kommen. Ich werde mein Bestes geben und versuche, etwas Großartiges zu leisten.“

Seine bisherigen Leistungen schätzt er so ein: „Ich habe gut gespielt, der Mannschaft geholfen, aber ich weiß, dass ich noch viel, viel besser spielen kann.“ Muss Diaby sich nach zwei Jahren in Saudi-Arabien erst wieder an das Niveau in der Bundesliga gewöhnen?

Diaby: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mich wieder anpassen muss. Ich kenne die Liga sehr gut.

Ich kenne auch meine Mitspieler inzwischen nach vier Wochen Training. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent.

Gegen Augsburg waren es 60 Prozent, gegen Leipzig schon 70 Prozent. Ich habe während der Länderspielpause mehr Zeit, um an mir zu arbeiten, meine Fitness weiterzuentwickeln und für die nächsten Spiele besser zu werden.“

Auffällig ist, dass Diaby viel mehr nach hinten mitarbeitet als während seiner ersten Bayer-Zeit.

Dass er das erst lernen musste, gibt Diaby sogar offen zu: „Als ich noch jünger war, hatte die Defensive keine Priorität für mich. Aber ich bin zwei oder drei Jahre reifer geworden und habe mehr Erfahrung gesammelt.

Ich weiß jetzt, dass konkurrenzfähige Mannschaften gemeinsam verteidigen und gemeinsam angreifen müssen. Ich denke, dass ich diese Fähigkeit besitze und in dieser Situation sehr gute Arbeit leiste.“

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