Die Diskussionen innerhalb des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um die Reform der Regionalliga und die Rolle des Amateure-Vizepräsidenten haben sich zugespitzt. Die ursprünglich für den 7.
und 8. September geplante Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten wurde kurzfristig auf einen Tag gekürzt und auf wichtige Entscheidungsträger begrenzt, während Geschäftsführer ausgeschlossen wurden.
Anlass sind starke Differenzen insbesondere zum geplanten Kompass-Modell, das die fünf Regionalligen auf vier Staffeln reduzieren will, um direkte Aufstiege in die 3. Liga für alle Meister zu ermöglichen.
Dieses Modell findet zwar Unterstützung bei einigen Vereinen und der Bundesliga, stößt jedoch in bestimmten Landesverbänden auf Ablehnung. Kritiker bemängeln mangelnde Transparenz und unzureichende Diskussionen innerhalb der Basis.
Zudem gab es deutliche Vorwürfe von Bayern-Präsident Christoph Kern gegen den ersten DFB-Vize Ronny Zimmermann, der die Interessen der Amateure vertreten soll. Die Debatte um die Reform könnte im Dezember oder Januar bei einem außerordentlichen Bundestag eine entscheidende Wende nehmen, wobei die Zustimmung der Regionen weiterhin umkämpft bleibt.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf steht vor der Herausforderung, noch erheblichen Überzeugungsbedarf auf der anstehenden Konferenz zu bewältigen, um die nötige Mehrheit für die Reform durchzusetzen.
