Hertha BSC belegt nach drei Spieltagen in der aktuellen Zweitliga-Saison den zweiten Tabellenplatz. Zum ersten Mal seit 2010 ist der Hauptstadtklub mit drei Siegen in die Saison gestartet.

Dies stellt eine deutliche Verbesserung dar, da die Mannschaft zum gleichen Zeitpunkt der letzten drei Spielzeiten nach dem Abstieg 2023 kaum erfolgreich war. Der sportliche Aufschwung folgt einer umfangreichen Umstrukturierung des Kaders.

16 Spieler verließen den Club, darunter Spitzenspieler wie Fabian Reese, Kennet Eichhorn und Michaël Cuisance, die zusammen fast 30 Millionen Euro an Ablösesummen einbrachten. Gleichzeitig verpflichteten die Berliner nur vier Profis, von denen drei ausgeliehen sind, was eine flexible finanzielle Belastung ermöglicht.

Mehrere Nachwuchsspieler wurden zudem in das Profi-Training integriert. Sportlich hat die Mannschaft unter Trainer Stefan Leitl eine neue Spielweise entwickelt, die mit höherem Pressing, mehr Offensivdrang und intensiverem Einsatz verbunden ist.

Hertha hat damit nach drei Runden zehn Tore erzielt, was einen Vereinsrekord darstellt. Mit 53 Prozent gewonnenen Zweikämpfen weist die Mannschaft das zweikampfstärkste Team der Liga auf und erzielte bereits drei Tore aus der Distanz, eine Liga-Spitzenposition.

Neuer Kapitän ist Josip Brekalo, der die Mannschaft als Team präsentiert und auf jedes Spiel als finale Herausforderung verweist. Die aktuelle Mannschaft ist jünger und günstiger, der Kaderwert sank von über 62 auf 25,3 Millionen Euro.

Diese Umstellung trägt bisher Früchte, auch dank verbesserter medizinischer Betreuung mit weniger Verletzungen. Hertha BSC überrascht damit nicht nur die eigene Stadt, sondern auch Experten, die den Club zuvor als Abstiegskandidaten eingeschätzt hatten.

Die weitere Entwicklung hängt von der Verletzungsfreiheit und der Konstanz der jungen Spieler ab, doch der aktuelle Startweckt Optimismus.