Rekord ausgebaut: Hertha ballert sich wieder an die Tabellenspitze Hertha-Kapitän Josip Brekalo (28) hebt ab. Der Kroate brachte Hertha mit dem 4.
Saisontor 1:0 in Führung
Was für ein Wahnsinn! Hertha BSC gewinnt auch das fünfte Saisonspiel an der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück mit 3:1, und bleibt damit Tabellenführer!
Es ist der erste Hertha-Erfolg seit 1981 beim VfL. Die Berliner bauen gleichzeitig den vereinseigenen Startrekord auf fünf Saisonsiege aus.
Schon auf den ersten Blick ist diesmal alles anders in Osnabrück. Hertha startet erstmals im mintgrünen Ausweichtrikot.
Trainer Stefan Leitl muss nach dem Heimsieg gegen Magdeburg (2:1) erstmals auf Mittelfeld-Taktgeber Paul Seguin (Sperre) verzichten, der durch Pascal Klemens ersetzt wird. Seguin reist zwar privat zur Unterstützung seines Teams am Spieltag an, doch auf dem Platz macht sich sein Fehlen bemerkbar.
Hertha wirkt ungeordneter, wackelt hinten mehrmals. In der 18.
Minute hat Hertha-Kapitän Josip Brekalo einen Blackout. Der Kroate spielt einen Rückpass in die Füße des Osnabrück-Stürmers Meißner, der völlig alleine vor Torhüter Gersbeck steht.
Der Hertha-Keeper pariert gegen seinen Ex-Klub glänzend. Auch gegen Gomez (31.) ist er in höchster Not mit Blitzreaktion zur Stelle.
Beide Teams liefern sich einen offenen Schlagabtausch. Auch Hertha muss treffen, doch einen Thorsteinsson-Schuss klärt Jacobsen mit eingesprungener Grätsche kurz vor der Linie (28.).
Dazu haben Grönning (25.) und Brekalo (33.) gute Chancen. Am Ende gehen die Berliner trotz 62 Prozent Ballbesitzes und 9:5‑Torschüssen erstmals in dieser Saison ohne eigenen Treffer in die Pause.
Hertha-Keeper Marius Gersbeck pariert den Elfmeter gegen Osnabrücks Meißner
Das ändert sich schnell. In der 50.
Minute knallt Brekalo den Ball aus 24 Metern zur 1:0-Führung unten links ins Eck. Schon sein 4.
Saisontor! Dann muss der VAR eingreifen.
Nach Handspiel von Klemens gibt es Elfmeter für Osnabrück. Meißner schießt scharf nach unten links, doch Teufelskerl Gersbeck hält den Strafstoß sensationell.
Wieder Gersbeck – der bereits im Pokal in Saarbrücken zum Helden mit zwei gehaltenen Strafstößen wurde. In der 70.
Minute trifft Kevin Sessa dann nach Pedersen-Ecke zum 2:0. Doch der VfL drückt.
In der 80. Minute muss Gersbeck die nächste Wahnsinns-Parade gegen Gomez zeigen.
Zwei Minuten später verschätzt sich der starke Berliner Torhüter. Ein Gomez-Schuss rauscht von der Seite über seinen Kopf zum 1:2 ins Tor.
Doch per Konter sorgt Alfa-Ruprecht mit seinem Premieren-Treffer für Herthas 3:1-Sieg! Haben Sie Fehler entdeckt?
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