„War unfassbar“ ++ „Tat deutlich mehr weh“: Heftige Baumann-Aussagen über WM-Degradierung Hoffenheim-Torwart Oliver Baumann (36) Sinsheim - „Im Sommer tat es deutlich mehr weh. Wie das gelaufen ist, war unfassbar, nicht nur aus einer Richtung.

Ich wusste jetzt nicht, wo ich dran bin, aber Jürgen hat das jetzt so entschieden.“

Mit diesen Sätzen macht Torhüter Oliver Baumann (36) unmissverständlich klar: Die aktuelle Ausbootung aus der Nationalmannschaft durch den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp (59) ist bitter, aber der wahre Schmerz liegt schon viele Monate zurück. Damals, im vergangenen Sommer, hatte der vorherige Bundestrainer Julian Nagelsmann Baumann aus dem Tor verdrängt und durch Rückkehrer Manuel Neuer ersetzt.

Die Art und Weise, wie das damals ablief und kommuniziert wurde, hat beim Keeper tiefe Spuren hinterlassen. Im Vergleich zu diesem Chaos vor vielen Monaten kann Baumann die jetzige Entscheidung von Jürgen Klopp, ihn gar nicht erst zu nominieren, deutlich besser akzeptieren – auch, weil es diesmal eine klare Ansage gab.

„Die Entscheidung gefällt mir nicht, das ist ganz klar. Aber es wird ein anderer Weg eingeschlagen, und den muss ich respektieren“, so Baumann.

Dass Baumann nach dem Spiel so offene Worte für das DFB-Thema fand, passte zu einem ohnehin schon frustrierenden Fußballabend. Zuvor war seine Mannschaft trotz vieler Chancen an einem extrem tiefstehenden Gegner verzweifelt.

Hoffenheim hat 0:2 gegen Kreta verloren. „Es ist ein Effizienz-Thema“, analysierte der Torwart nüchtern.

Sein Team habe das Spiel diktiert und gefühlt alle paar Minuten eine Chance gehabt. Doch während man sich selbst nicht belohnte, zog der Gegner aus jedem abgewehrten Ball neue Energie.

Für Baumann ein klarer Lernprozess: „Da darf man sich nicht durch kleine Fouls oder unliebsame Schiedsrichterentscheidungen aus der Fassung bringen lassen.“

Dass ihn der Rückschlag beim DFB auf dem Platz hemmt, verneint Baumann definitiv. Er wusste von Klopps Entscheidung bereits vor dem vergangenen, überragenden Spiel gegen Stuttgart und rief trotzdem eine Top-Leistung ab.

Dafür gab es auch von den TV-Experten im Studio großen Respekt: Wer vor einem Turnier so unglücklich ausgebootet wird und wenige Monate später ganz aus dem Kader fliegt, hat es mental extrem schwer. Doch Baumann beweist Professionalität, hakt das Thema Nationalmannschaft vorerst ab und richtet den Blick nach vorne.

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