Seit Mai leitet Samir Arabi die Geschicke von Fortuna Düsseldorf und stand vor der Herausforderung, den Kader nach dem Abstieg grundlegend zu erneuern. Insgesamt verpflichtete der Manager 19 neue Spieler, wobei nur 325.000 Euro an Ablösesummen gezahlt wurden.

Trotz des schwierigen Zustands des Vereins und zahlreicher Rückschläge bei Transferwünschen zeigte Arabi großes Engagement und wurde dafür auch von Branchenkollegen gelobt. Im Tor musste Fortuna einige Rückschläge verkraften: Da die ersten angestrebten Keeper nicht verpflichtet werden konnten, kam Lasse Rieß per Leihe aus Mainz zum Einsatz.

Nach einem starken Saisonstart zeigte er Unsicherheiten, während die Nummer zwei Louis Lord als vielversprechend gilt und sich bereits als Fan-Liebling etabliert hat. Die Abwehr zeigt sich derzeit anfällig.

Der erfahrene Dominique Heintz, als Führungsspieler vorgesehen, musste seinen Stammplatz wieder abgeben und ist aktuell verletzt. Jungspieler Felix Meiser fällt ebenfalls mit schwerer Verletzung aus.

Ersatz brachte Lukas Bornschein, der positiv überraschen konnte. Zudem gab es finanzielle Einbußen, nachdem der Transfer von Elias Egouli scheiterte.

Offensiv auf den Außenverteidigerpositionen sorgen Sascha Risch und Erik Wekesser für Hoffnung, während auf rechts Steven van der Sloot bisher hinter den Erwartungen zurückbleibt. Im Mittelfeld bilden mehrere ehemalige Spieler von Arabi beim SC Münster eine zentrale Achse.

Bisher blieb die erhoffte Leistung allerdings meist aus. Mit Andreas Müller gelang jedoch ein vielversprechender Transfer, der sich bereits mit seinem Siegtreffer bemerkbar machte.

Die offensive Ausrichtung der Mannschaft zeigt durch Fabian Schleusener und Eric Hottmann im Sturm Potenzial, insbesondere Schleusener konnte schon zweimal treffen. Nachwuchsspieler wie Lukas Eixler und Miguel Goncalves sammeln erste Erfahrungen.

Insgesamt erhält Arabis umfangreiche Transferstrategie im Sommer aus sportlicher Sicht die Bewertung "befriedigend". Angesichts der schwierigen Voraussetzungen im Verein sind die Fortschritte jedoch beachtlich.

Der Zusammenhalt der Mannschaft scheint gut zu sein, was auf eine positive Entwicklung hoffen lässt. Für den Manager gilt es nun, nach dem jüngsten Sieg gegen Stuttgart weitere Erfolge zu erzielen, um den positiven Trend zu bestätigen.