Pauli-Stürmer hat besondere Gabe: Auf dem Platz ist Niang seinen Kopf los Gegen Wolfsburg durfte Youssoupha Niang (20/M.) das erste Mal in der Startelf ran. Davor kam er auf zwei Kurzeinsätze Ein Schritt nach unten, um später oben anzugreifen.

Youssoupha Niang (20) ist in dieser Saison vom Bundesligisten 1. FC Köln bis Saisonende an den FC St. Pauli in die 2. Liga verliehen (ohne Kaufoption).

Beim Kiez-Klub feierte der Angreifer zuletzt sein Startelf-Debüt. Bis nach 70 Minuten gegen Wolfsburg (1:0) der Muskel zumachte und er ausgewechselt wurde.

Nervosität war ihm vor 29.546 Fans im ausverkauften Millerntor nicht anzumerken. Schließlich hat er in Köln-Müngersdorf schon vor 50.000 begonnen.

Zudem hat er eine für einen jungen Spieler besondere Gabe. Niang: „Wenn ich auf dem Platz bin, kann ich alles andere ganz gut ausblenden.

Es war auch ein sehr schönes Gefühl, wieder mehr Anspannung zu spüren. Ich habe tatsächlich mehr Probleme neben dem Platz – dass ich mir Gedanken und Druck mache.

Aber sobald ich auf dem Platz stehe, mach’ ich mein Ding.“

FC St. Pauli: Auf dem Platz ist Niang seinen Kopf los

Was zu seiner Spielweise passt: „Ich bin sehr geradlinig.

Vom Kopf her so, dass ich immer wieder versuche, durchzugehen, auch wenn es nicht klappt. Und auf den Moment warte, bis es dann klappt.“ Aus Köln werden ihm Wucht und Geschwindigkeit (Top-Speed: 34,6 km/h) nachgesagt.

Für den Klub kickt er seit seinem 13. Lebensjahr, wurde mit den A-Junioren 2025 Deutscher Meister (neun Tore in 18 Partien) und hat einen langfristigen Vertrag. Trotzdem reichte es im Sommer nicht, um bei den Profis Aussicht auf Spielzeit zu haben.

Unter Kölns Ex-Trainer Lukas Kwasniok (45/im März freigestellt) kam Niang vergangene Saison auf zehn Einsätze, zwei davon in der Startelf: „Die Zeit unter Kwasniok hat mir Selbstvertrauen gegeben, es waren meine ersten Bundesliga-Einsätze. Offensichtlich hat er in mir was gesehen.“

Was jetzt der FC St.

Pauli für seine Ziele nutzen will. Die ersten Schritte hat Niang dabei hinter sich.

Zum ersten Mal wohnt er in Hamburg in einer eigenen Wohnung (vorher bei den Eltern in Bonn). Die nächsten Schritte sollen in der Liga folgen.

Niang: „Ich möchte beweisen, dass ich auf dem Niveau Tore schießen kann. Früher oder später bin ich mir sicher, dass ich hier auch treffen werde.“

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