Nach tumultartigen Szenen beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Waldhof Mannheim und Kaiserslautern laufen Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten. Der Polizist steht im Verdacht der Körperverletzung im Amt sowie eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, teilte die Polizei mit.
Auf Videomaterial ist eine Person in Schutzkleidung zu sehen, die einen brennenden Gegenstand aufs Spielfeld wirft, wobei unklar ist, ob dabei Personen verletzt wurden. Die Begegnung war von schweren Ausschreitungen geprägt: Zuschauer bewarfen sich mit Leuchtraketen, und Störer stürmten mehrfach das Spielfeld.
Durch den Einsatz von rund 1400 Polizeikräften konnten die Szenen zwar eingedämmt, jedoch nicht ohne Verletzte bewältigt werden. 35 Polizisten und 85 Zuschauer erlitten teils schwere Verletzungen, acht davon mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Die Polizei hat eine spezielle Ermittlungsgruppe namens „Campus Ludi“ gebildet, um die Vorfälle durch Auswertung von Fotos, Videos und Zeugenbefragungen aufzuklären. Baden-Württembergs Innenminister betonte die entschlossene Haltung gegenüber Gewalttätern in Fußballstadien und lobte die professionelle Vorbereitung der Einsatzkräfte.
Das Derby zwischen den benachbarten Städten Mannheim und Kaiserslautern war als Hochrisikospiel eingestuft worden.
