Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bereitet eine umfassende Reform der Regionalligen vor, die voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 beschlossen wird. Das sogenannte Kompassmodell sieht vor, die bisher fünf Regionalliga-Staffeln auf vier mit jeweils 20 Mannschaften zu reduzieren.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die Ligen attraktiver und leistungsstärker zu gestalten und für mehr Fairness zu sorgen. Ein zentrales Anliegen ist, dass alle Meister der neuen Staffeln unmittelbar in die 3.

Liga aufsteigen dürfen – eine Verbesserung gegenüber der aktuellen Regelung. Zugleich sollen künftig in jeder Staffel vier Teams absteigen.

In einer Qualifikationssaison 2027/28 ermitteln die fünf derzeitigen Regionalligen ihre Teilnehmer für die neue Struktur. Die Zuteilung der Vereine erfolgt anhand kürzester Fahrtstrecken unter Nutzung künstlicher Intelligenz, wobei lokale Derbys bevorzugt berücksichtigt werden.

Die neue Staffelaufstellung ermöglicht für die Vereine mehr Heimspiele gegen Erstvertretungen und somit attraktivere Einnahmemöglichkeiten. Die endgültige Einteilung wird von einem zentralen Liga-Träger organisiert, der neben dem DFB auch regionale Verbände vertreten kann.

Diese Reform soll zudem die (TV-)Vermarktung der Regionalligen verbessern und die Entwicklungsbedingungen für die Vereine stärken, um die Wettbewerbsfähigkeit nach einem Aufstieg zu erhöhen.