Ex-Bundestrainer Christian Prokop ist jetzt Lehrer: Darum habe ich Handball gegen Klassenzimmer getauscht Christian Prokop (47) vor dem Schulcampus in Isernhagen Von 2017 bis 2020 coachte er die deutschen Handballer. Nach seinem Aus beim Bundesligisten Hannover unterrichtet Christian Prokop in Isernhagen Sport, Politik und Wirtschaft.
Das kommt nicht von ungefähr. Christian Prokop bewarb sich erfolgreich für den Schuldienst
Er verrät: „Ich habe mein Lehramtsstudium in Hildesheim 2008 mit dem Master abgeschlossen und anschließend in Magdeburg an der Sportsekundarschule mein zweites Staatsexamen gemacht, sodass ich zwei Jahre praktische Erfahrung als angehender Lehrer im Schulsystem sammeln konnte.
Danach bin ich meiner großen Leidenschaft gefolgt und Handball-Profitrainer geworden.“ Im Januar wurde er allerdings beim Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf freigestellt. „Es gab mehrere Anfragen, und drei davon waren schon sehr detailliert und konkret.
Am Ende hat es aber nicht zusammengepasst“, erklärt Prokop. Also bewarb er sich für den niedersächsischen Schuldienst.
Erfolgreich! „Dabei spielt meine Familie natürlich eine große Rolle.
Wir leben seit fünf Jahren hier in Hannover, haben einen tollen Freundeskreis und unsere Kinder mit Schule und Sport ganz stabile und gute Bedingungen. Deshalb wollte ich nicht um jeden Preis sofort das nächste Angebot annehmen, sondern in Ruhe zunächst für Sicherheit und Kontinuität hier sorgen“, sagt Prokop.
„Die Schule ist für mich gleichzeitig ein spannendes neues Feld, in dem ich über den Tellerrand schauen und mich weiterentwickeln kann. Mit dieser Entscheidung bin ich aktuell glücklich.“
Christian Prokop an der Linie der TSV Hannover-Burgdorf
Mit dem Handball abgeschlossen hat er aber natürlich nicht.
Prokop: „Ich habe in den vergangenen Jahren den Weg in den oberen Tabellenbereich angestrebt und mit Hannover auch zweimal den Sprung unter die ersten sechs geschafft. Wenn ich zurückkehre, sollte die sportliche Perspektive passen.
Die Chance, deutlich mehr Spiele zu gewinnen als zu verlieren und ambitionierte Ziele zu verfolgen, hat natürlich ihren Reiz. Aber ich sitze jetzt sicher nicht da und drücke die Daumen, dass es bei einem Trainerkollegen schlecht läuft, damit bei mir eventuell das Telefon klingelt.
So möchte ich nicht auf den Handball schauen.“
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