Das völlig bizarre Olise-Interview: Kompany: „Darf ich eines fragen?“ München – Das wollte Vincent Kompany (40) unbedingt loswerden! Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) in Elversberg mischte sich der Bayern-Trainer plötzlich in einen Dialog zwischen Sportvorstand Max Eberl (52) und einem Reporter über Superstar Michael Olise (24) ein.
Bayern-Trainer Vincent Kompany (40) am Samstag auf der Pressekonferenz an der Säbener Straße
Der Auslöser: Eberl wurde zu dem bizarren Interview befragt, das der französische Flügelspieler am Donnerstag nach seiner nächsten Note-1-Gala beim 5:0 in der Champions League gegen Bodö/Glimt bei DAZN gegeben hatte. Nachdem Olise dort eine Minute lang extrem wortkarg aufgetreten und deshalb im Internet viral gegangen war, wollte an diesem Samstag nun ein Reporter wissen, wie Eberl zu den skurrilen Auftritten seines aktuell besten Spielers (dreimal Man of the Match in fünf Spielen, fünf Saisontore, zwei Vorlagen) stehe – auch mit Blick auf die Klub-Sponsoren, die gerne mit charmanten und extrovertierten Spielern für sich werben.
Bayern-Superstar Michael Olise (24) am Donnerstagabend bei seinem bizarren DAZN-Interview
Eberl und Kompany verteidigen Olise
Erst begann Eberl mit seiner Antwort und sagte: „Er ist einer, der Fußball spielen möchte, und das, was neben dem Platz passiert, lässt ihn relativ kalt. Das ist halt nicht seine Art, und nicht jeder Mensch ist gleich.
Das Interessante ist, dass dieses Thema sehr groß ist. Wenn wir aber jetzt mal in andere Bereiche wie Social Media schauen, wird er dort gefeiert.
Die Leute sagen einfach: Das ist ein Fußballer, der soll Fußball spielen, der soll Spaß haben. Die Kids und die Jugendlichen können sich damit vielleicht auch ein Stück mehr identifizieren als wir.
Aber das Entscheidende, warum wir Michael bei uns haben, ist, wie er Fußball spielt. Und das tut er außergewöhnlich.“
Dann mischte sich plötzlich Kompany ein: „Darf ich eines fragen?“ Dann sagte der Belgier in Richtung des Fragestellers: „Glauben Sie, der Journalist, der die Fragen bei dem Interview mit Michael gestellt hat, ist nicht zufrieden, weil das jetzt viral gegangen ist?“ Der Bayern-Trainer spielt damit auf die große Aufmerksamkeit an, welche das Olise-Interview wegen der so kurzen Antworten des Spielers national und international bekommen hatte.
Neben Kompany saß am Samstag Sportvorstand Max Eberl (52) auf der Pressekonferenz des FC Bayern
Kompany wartete die Antwort des Reporters aber gar nicht ab und beantwortete seine Frage selbst: „Wenn Michael jede Frage beantworten würde, wie ich das mache, dann geht nichts viral. Aber wir müssen ehrlich sein: Es hat kein Sponsor und kein Journalist einen Nachteil durch Michaels Art – jeder profitiert davon.“
Kompany: Das wollen die Sponsoren wirklich!
Daraufhin begründete der Reporter seine Frage noch mal mit der Erklärung, dass speziell Sponsoren ein Interesse daran haben, mit gut gelaunten Spielern zu werben – und dazu zählt Olise auch bei den vielen Marketing-Terminen eben nicht. Dem entgegnete Eberl: „Mir ist es lieber, er spielt so, wie er spielt.“ Und Kompany schob abschließend nach: „Ich arbeite schon seit Langem auf Top-Niveau und weiß, dass Sponsoren einfach wollen, dass über sie gesprochen wird – und wenn Michael da ist, dann wird über die Sponsoren gesprochen.“
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