Annalena Baerbock endet heute ihre Amtszeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung. Im Zusammenhang mit Diskussionen um Gianni Infantino als möglichen UN-Generalsekretär äußerte sie deutliche Kritik.

Baerbock hätte gerne mit einem provokanten Gegenvorschlag reagiert, um das Machtspiel hinter den Gedankenspielen sichtbar zu machen. US-Präsident Donald Trump, ein Verbündeter Infantinos, hatte diesen als ernsthaften Kandidaten für die Nachfolge von António Guterres ins Gespräch gebracht.

Trotz Trumps wenig positiver Haltung gegenüber den Vereinten Nationen gilt Infantino in den USA als respektierte Persönlichkeit mit der Fähigkeit, Menschen zu vereinen. Die Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs steht noch in diesem Jahr an, wobei Infantino offiziell nicht kandidiert.

Parallel strebt der FIFA-Präsident eine weitere Amtszeit bei seinem Weltverbands-Job an; er wurde kürzlich offiziell bestätigt, bei der Wahl 2027 erneut anzutreten. Infantino steht aktuell unter Druck wegen gescheiterter Investoren-Pläne, bei denen ein Anteil seiner Organisation für Milliarden verkauft werden sollte.

Baerbock hatte sich während ihrer Amtszeit für mehr Transparenz und stärkere Mitbestimmung bei der Auswahl des UN-Generalsekretärs engagiert, was teils auf Kritik stieß.