Giganten-Triumph +++ Nur Boris noch größer: Zverev gewinnt die US Open! Alexander Zverev (29) gewinnt binnen 98 Tagen zwei Grand-Slam-Titel Er siegt sich immer mehr Richtung Tennis-Legende!

Alexander Zverev (29) hat seinen zweiten Grand-Slam-Titel im Sack! Im Finale der US Open gewinnt er gegen den Amerikaner Ben Shelton (23) 6:3, 7:6, 5:7, 6:2.

Es ist sein drittes Majors-Finale in Serie und der zweite Erfolg 98 Tage nach dem bei den French Open am 7. Juni.

Das Besondere: Auf den Tag genau vor sechs Jahren verlor der Hamburger an selber Stelle sein erstes Grand-Slam-Finale gegen den Österreicher Dominic Thiem (33) nach 2:0-Satzführung noch. Zwei Punkte fehlten zum Triumph.

Ex-James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan (73) schaute sich das Finale an

Diesmal ist alles anders Inzwischen ist der Olympiasieger von 2021 ein ganz anderer Typ, spielerisch und von der Persönlichkeit her. Den Pokal bekommt er von einer Legende überreicht: Jimmy Connors (74) ist gekommen, der fünfmal die US Open gewann, Nummer 1 der Welt war und insgesamt acht Major-Siege feierte.

Nur noch Boris Becker (58), der sechs Grand-Slam-Turniere gewann und ebenfalls die Nummer 1 war, ist noch größer in Tennis-Deutschland als Zverev. Apropos Nummer 1: Mit dieser Serie von drei Finals hintereinander, was nicht mal Becker schaffte, und dem Halbfinale der Australian Open rückt Zverev bis auf 1810 Punkte an den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner (25) ran.

Der Italiener ist am Knie verletzt, wird nach BILD-Informationen aber auf der Asien-Tour ab Ende September auf die Tour zurückkehren. Da könnte es zum direkten Kampf um Platz 1 zwischen beiden kommen.

Fußball-Legende Ronaldo (49) bei den US Open

Das aber ist für Zverev am Sonntagnachmittag Ortszeit in Flushing Meadows meilenweit weg. Er genießt den Sieg in einem Turnier, das schwach begann mit zwei Fünfsatz-Erfolgen gegen krasse Außenseiter.

Dass er sich steigern musste, wusste er – und er tat es. Die Auslosung und dass sich die Mitfavoriten wie Carlos Alcaraz (23), Taylor Fritz (28) und Felix Auger-Aliassime (26) sowie Tennis-Ikone Novak Djokovic (39) früh verabschiedeten, half natürlich.

Auf der anderen Seite erledigte der nunmehrige Top-Favorit seine Aufgaben souverän. Vom ersten Punkt an ist Zverev gegen Shelton, der einen schwachen Tag erwischt, vollauf konzentriert.

Der Regen hatte pünktlich zum Matchbeginn aufgehört, die Sonne kommt heraus und das Dach wurde geöffnet. Um die 27 Grad zeigt das Thermometer; ideale Bedingungen.

Zverev gelingt sofort ein Break, ein zweites zum 6:3. Shelton kann nur aufschlagen, mehr sieht man an diesem Tag von der Nummer 9 der Welt kaum.

Es ist der 44. Sieg in den vergangenen 45 Duellen gegen Linkshänder für Alexander Zverev.

Sein Bruder Mischa, mit dem er von klein auf trainiert, ist Linkshänder

In den Boxen der beiden fehlen die Freundinnen. Zverevs Sophia Thomalla (36) ist bei Dreharbeiten in Deutschland, Sheltons Trinity Rodman (24), Profi-Fußballerin und Tochter von Basketball-Ikone Dennis Rodman (65), verliert zeitgleich zu ihrem Freund mit Washington Spirit sensationell 0:3 gegen Kellerkind Boston Legacy in der amerikanischen Profiliga.

Sie können sich nun gegenseitig trösten. Dafür ist Ronaldo (49) mit dabei.

Der Fußball-Weltmeister von 1994 und 2002 schwärmt bei sporteurope.tv: „Ich bin Zverev-Fan. Wir haben einen gemeinsamen Freund, Marcelo Melo.“ Melo (42) ist der beste Kumpel von Zverev.

Der Brasilianer fehlt allerdings in New York, weil er selbst noch aktiv ist. Dafür sind neben Ronaldo die Schauspieler Brad Pitt (62), Rami Malek (45) und Pierce Brosnan (73) sowie Sängerin Pink (47) dabei.

Ben Shelton (23) feiert sich und reißt das Publikum mit wie kaum ein anderer Spieler auf der Tour

Die sehen einen spannenden zweiten Durchgang, den Zverev im Tiebreak für sich entscheidet. Alles scheint klar, der dritte Durchgang nur noch Formsache.

Doch beim 5:6 zittern Zverev die Hände, er gibt zum ersten Mal seinen Aufschlag und somit auch den Satz zum 5:7 ab. Wie erwähnt: Vor sechs Jahren führte Zverev auch 2:0 Sätze gegen Thiem und verlor noch.

Denkt er in diesem Moment daran? Eher nicht.

Der verlorene Satz ist letztlich nicht mehr als ein Betriebsunfall. Gleich zweimal nimmt der zweimalige Weltmeister seinem Kontrahenten im vierten Durchgang den Aufschlag ab.

Nach 3:32 Stunden nutzt er seinen ersten Matchball zum 6:2. Im Zverev-Lager herrscht natürlich helle Begeisterung.

Das sechste Grand-Slam-Finale bringt den zweiten Sieg und 4,74 Millionen Euro mehr in die Kasse. Ob Zverev kommendes Wochenende beim Davis-Cup in Halle/Westfalen gegen Kroatien dabei ist und sich in Deutschland feiern lässt, ist noch offen.

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