Volkswagen will die spanische Automarke Seat nach Medienberichten spätestens bis Ende 2029 vom Markt nehmen. Stattdessen soll die Marke Cupra, die im ersten Halbjahr 2026 mit 170.100 Auslieferungen die älteren Seat-Modelle mit 129.600 Einheiten hinter sich ließ, weiter gestärkt werden.
Die Entscheidung wird voraussichtlich am Freitag vom VW-Aufsichtsrat gefällt. Ziel ist es, Kosten zu senken, Abläufe zu vereinfachen und die Ressourcen auf die zukunftsträchtige Marke Cupra zu konzentrieren.
Experten bewerten den Schritt zwar nachvollziehbar, sehen aber auch Chancen darin, Seat als günstige Einstiegsmarke weiterzuführen. Neben der Markenumstrukturierung berät VW am Freitag auch über den Erhalt von vier deutschen Werken und mögliche Stellenstreichungen, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber chinesischer Konkurrenz und Herausforderungen auf dem US-Markt zu verbessern.
Widerstand gegen den geplanten Konzernumbau kommt von Arbeitnehmervertretern und dem Land Niedersachsen.
