Deutschlands KI-Hoffnung: Übernahme-Deal um Aleph Alpha beschlossen Digitalminister Karsten Wildberger (57, CDU) mit Cohere-Gründer Aidan Gomez (28) in Montreal Berlin – Der Zusammenschluss ist besiegelt: Das deutsche KI-Wunder Aleph Alpha wird Teil des kanadischen KI-Unternehmen Cohere. Mit diesem Schritt will Deutschland bei der rasanten Entwicklung von künstlicher Intelligenz weiter vorne mitspielen – und das vor allem eigenständig und unabhängig.
Deutschland und Kanada wollen zudem enger zusammenarbeiten und so gemeinsam die technologische Souveränität vorantreiben, hieß es am Mittwoch bei der Verkündung des Deals in Montreal. Cohere und Aleph Alpha bieten unter anderem KI für Regierungen und Industrien und hatten diesen Schritt bereits im April angekündigt.
In Zukunft sollen die beiden Unternehmen unter dem Namen Cohere an zwei Hauptsitzen in Toronto und Berlin mit mehr als 1000 Mitarbeitern agieren, während in Heidelberg weiterhin für Aleph Alpha geforscht wird. Am Montag hatte Digitalminister Karsten Wildberger (57, CDU) zu BILD in einem Gespräch über mögliche Gefahren von KI betont, dass aus Abhängigkeit Risiken entstünden und es die beste Risikovorsorge sei, die Technologie wirklich zu beherrschen.
Das vereinte Unternehmen schafft nun die erste transatlantische souveräne KI-Lösung in einem Markt, der bisher von den USA – etwa durch Anthropic, OpenAI und Google – dominiert wird. Aleph Alpha galt als Deutschlands KI-Vorreiter und zählt zu den bekanntesten deutschen Entwicklern generativer KI.
2023 sorgte das Unternehmen mit einer Rekord-Finanzierung von mehr als 500 Millionen Dollar für Aufsehen. Doch die KI-Hoffnung hat turbulente Monate hinter sich – Stellenabbau, Strategiewechsel, Führungswechsel.
Gründer Jonas Andrulis (45) zog sich Anfang des Jahres komplett zurück. Jetzt also eine Art Neustart.
Das fusionierte Unternehmen will seine Partnerschaft mit den Unternehmen der Schwarz Gruppe (u.a. Lidl, Kaufland) ausbauen, um KI auf STACKIT, dem souveränen Cloud-Dienst von Schwarz Digits, bereitzustellen.
Christian Müller, CEO von Schwarz Digits, sagte: „Digitale Souveränität bedeutet nicht, den Weg allein zu gehen, sondern Kräfte strategisch zu bündeln. Diese transatlantische Allianz ist ein gewaltiger Schritt nach vorn und beschleunigt den Aufbau einer unabhängigen KI-Infrastruktur.“
Die Transaktion steht laut Mitteilung der Unternehmen weiterhin unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.
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