Donald Trump veröffentlichte auf der Plattform Truth Social eine Karte, die deutlich erweiterte Grenzen der USA zeigt. Darauf sind neben den bisherigen Vereinigten Staaten auch Kanada, Mexiko, Mittelamerika, Teile der Karibik sowie das zu Dänemark gehörende Grönland und Island in den USA integriert.

Solche Darstellungen erinnern an Trumps teils provokante Darstellung eines Groß-Amerikas, die bei betroffenen Nachbarstaaten negative Reaktionen hervorrufen. Besonders in Kanada, mit dem die USA derzeit einen Handelskonflikt führen, sorgt die Idee einer „Angliederung“ für Empörung.

Dort wurde Trumps Darstellung ergänzend mit der Ernennung von Kanadas Premier zum „Gouverneur“ kommentiert. In Dänemark und Grönland stoßen Trumps Forderungen, Grönland gegebenenfalls auch mit militärischen Mitteln als US-Territorium zu integrieren, auf klare Ablehnung.

Auch Island zeigte sich empört und forderte eine öffentliche Kritik an der Karte, da Island als NATO-Mitglied und ohne eigene Armee eng mit den USA verbunden ist. Neben Gebietszuweisungen enthält Trumps Karte auch Umbenennungen, etwa des Ontariosees zu „Lake America“ und New Mexico zu „New America“.

Neu diskutierte er zudem, die strategische Straße von Hormus als US-Gebiet zu deklarieren und diese möglicherweise „Trump-Straße“ zu benennen.