Der Preis für Super E10 erreicht mit 2,215 Euro pro Liter einen neuen Höchststand. Für eine durchschnittliche Tankfüllung von 50 Litern werden damit über 110 Euro fällig.

Die weitere Entwicklung der Spritpreise hängt wesentlich vom Verlauf des politischen Konflikts im Iran ab, da entsprechende Eskalationen den Ölpreis beeinflussen. Der Chefvolkswirt der ING, Carsten Brzeski, erwartet bei anhaltender Spannungen mögliche Preise über 2,30 Euro pro Liter, was Tankkosten von mindestens 115 Euro bedeuten würde.

Im Fall einer massiven Störung der Ölförderung könnten sogar Preise um 2,50 Euro je Liter erreicht werden. Andererseits wäre bei einer schnellen Beruhigung der Lage mit Preissenkungen bis etwa 2,10 Euro zu rechnen.

Auch der ADAC hält Spitzenwerte von 2,30 Euro für möglich, sieht aber insgesamt Spielraum für Preisabsenkungen, die jedoch von den Mineralölunternehmen vermutlich nicht umgesetzt werden. Laut ADAC spiegeln die aktuellen Kraftstoffpreise nicht allein die Rohölkosten wider.

Deshalb wird von Raffinerien und Großhändlern mehr Transparenz bei Kosten und Gewinnmargen gefordert.