US-Präsident Donald Trump ordnete per Dekret an, den Ontario-See in „Amerikasee“ umzubenennen. Diese Maßnahme erfolgte vor dem Hintergrund eines Handelsstreits mit Kanada, obwohl der See unter anderem an die kanadische Stadt Toronto grenzt.

Während große US-Kartendienste wie Google und Apple die Namensänderung auf ihren Plattformen umsetzten, verweigerte MapQuest die Anpassung und behielt den traditionellen Namen „Lake Ontario“ bei. Diese Entscheidung führte zu einem starken Anstieg der Nutzerzahlen bei MapQuest: Innerhalb weniger Stunden wurden etwa 80.000 App-Downloads verzeichnet, was einer Steigerung um das 50-Fache entsprach.

Die Mutterfirma von MapQuest, System1, wird von Michael Blend geleitet, der für seine Unterstützung demokratischer Kandidaten bekannt ist. Blend hatte unter anderem an die Kampagne von Kamala Harris gespendet.

Auch der Generalmanager von MapQuest, Doug Berger, erklärte öffentlich, trotz Trumps Dekret bei den bekannten Bezeichnungen zu bleiben und stellte den Protest unter das Motto „Big Beautiful Map“. Bereits im Vorjahr hatte MapQuest eine ähnliche Haltung eingenommen, als der Golf von Mexiko von Trump in „Golf von America“ umbenannt wurde.

Die mediale Aufmerksamkeit, die der Kartendienst durch diesen Widerstand erlangte, stärkte kurzfristig seine Position gegenüber den dominierenden Anbietern wie Google, die monatlich Milliarden Nutzer erreichen.