Kaltes Nein aus Moskau: Putin verweigert Selenskyj Gespräch in den USA Kiew – Wolodymyr Selenskyj (48) hatte die Tür weit aufgestoßen: Beim G20-Gipfel in Miami will der ukrainische Präsident seinem russischen Gegenspieler Wladimir Putin (73) persönlich gegenübertreten. „Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen“, sagte Selenskyj.

Moskau lehnt jedoch eiskalt ab. Ein Treffen in Miami?

„Das ist unmöglich“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (58) am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Delhi. Stattdessen besteht Russland auf einem Treffen in der eigenen Hauptstadt.

Peskow machte klar: „Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen.“ Damit ist der nächste Eklat programmiert! Selenskyj hatte in dem Interview mit der Deutschen Welle betont, dass es ihm nicht um große Worte gehe.

„Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle“, sagte der ukrainische Präsident. „Was zählt, ist das Ergebnis.“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hatte sich offen für ein Treffen gezeigt

Hintergrund: Die USA haben in diesem Jahr den G20-Vorsitz.

Im Dezember treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Gruppe in Miami im Bundesstaat Florida. US-Präsident Donald Trump (80) hatte bereits erklärt, eine Teilnahme Russlands wäre „wahrscheinlich sehr hilfreich“.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht mehr persönlich getroffen. Während über ein Gipfeltreffen gestritten wird, verschärft sich die Lage an der Front weiter.

Nach nächtlichen russischen Angriffen wurden in der Ukraine vier Tote und zahlreiche Verletzte gemeldet. Getroffen wurden unter anderem eine Niederlassung des Stahlkonzerns Arcelor Mittal in Krywyj Rih und ein Wohnhaus in Saporischschja.

Die USA hatten ihre diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges zuletzt wieder intensiviert. Die US-Gesandten Steve Witkoff (69) und Jared Kushner (45) reisten nach Moskau und Kiew.

Anschließend telefonierten Trump und Putin. Der Kreml bezeichnete das Gespräch als „äußerst offenes“ Telefonat.

Ende September plant der ukrainische Präsident nach eigenen Angaben ein Treffen mit Trump in New York. Gleichzeitig gibt sich Selenskyj selbstbewusst: Die Ukraine befinde sich in einer „sehr guten Verhandlungsposition“.

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