Im Zuge der Corona-Pandemie stimmte Deutschland 2020 einem umfangreichen EU-Schuldenpaket von bis zu 750 Milliarden Euro zu, das zur wirtschaftlichen Erholung der Mitgliedstaaten dienen sollte. Nach mehr als sechs Jahren liegt nun eine Kostenbilanz vor, die Deutschland mit 145 bis 154 Milliarden Euro belastet, was circa 2000 Euro pro Bürger entspricht.
Während Länder wie Spanien seit 2021 ein robustes Wirtschaftswachstum von über 2,5 Prozent erzielen konnten, entwickelte sich Deutschlands Wirtschaft deutlich schwächer und wuchs in den vergangenen drei Quartalen jeweils unter 0,5 Prozent. Die Auszahlung von Hilfen erfolgte zudem überwiegend erst später, als die akute Krise bereits vorüber war.
Kritik gibt es auch wegen zahlreicher Betrugsverfahren und Missbrauchsfälle, etwa in Spanien, wo EU-Mittel teilweise in nicht bedarfsgerechte Bereiche flossen. Mehrere EU-Politiker fordern deshalb eine bessere Kontrolle und Transparenz bei der Mittelverwendung, um ähnliche Finanzierungsmodelle zukünftig verantwortungsvoller zu gestalten.
