Die Bundesbildungsministerin Karin Prien wird persönlich die Ergebnisse der PISA-Studie 2025 vorstellen, die am Dienstag auf einer Pressekonferenz präsentiert werden. Ursprünglich sollte Staatssekretärin Petra Bahr diese Aufgabe übernehmen, doch Prien hat die Federführung übernommen.

Diese Entscheidung fällt zeitgleich mit der Vereidigung zweier neuer Bundesminister, die normalerweise an solchen Terminen teilnehmen würden. Die Gründe für Prien persönliche Beteiligung liegen in den schlechten Aussichten für Deutschland bei der aktuellen PISA-Erhebung: Während sich die Leistungen von Schülern in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften seit den ersten Tests 2000 bis 2012 verbessert hatten, sind die Werte seither kontinuierlich gesunken.

2022 erreichte Deutschland mit 480 Punkten beim Lesen, 475 Punkten in Mathematik und 492 Punkten in Naturwissenschaften den jeweils schlechtesten Wert seit Beginn der PISA-Studien. Besonders problematisch ist der Anteil der Jugendlichen, die nicht einmal das grundlegende Kompetenzniveau der PISA-Standards erreichen.

2022 verfehlten 30 Prozent der 15-Jährigen in Mathematik dieses Mindestniveau, 25 Prozent beim Lesen und 23 Prozent in den Naturwissenschaften. Mehrere Faktoren werden als Ursachen für die Verschlechterung genannt.

Die Herausforderungen durch Migrationswellen seit 2015, die Flüchtlingskrise, der Corona-Pandemie-bedingte Lernrückstand sowie Lehrermangel und unzureichende individuelle Förderung tragen dazu bei. Auch der frühe Medienkonsum bei Kindern wird als Einflussfaktor diskutiert.

Experten und Regierungskreise erwarten keinen positiven Wendepunkt mit der kommenden Studie und befürchten stattdessen einen neuen historischen Tiefstand der deutschen Schulleistungen.