Tino Schomann, CDU-Landesvize und Landrat von Nordwestmecklenburg, fordert nach der Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt den Rücktritt von Bundeskanzler Friedrich Merz. Er sieht Berlin und insbesondere Merz als Hauptverantwortliche für das schlechte Abschneiden und kritisiert, dass Merz Ängste schüre und Versprechen breche.
Schomann bemängelt, dass statt Lösungen neue Belastungen, wie hohe Spritpreise, die Menschen belasten. Er bescheinigt Merz fehlende Empathie, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit, um Deutschland zu einen und Probleme zu lösen.
Schomann erwartet nun mehr Druck von der Parteibasis, nachdem die Parteiführung nach der Wahlschlappe keine Konsequenzen gezogen habe. CDU-Staatsminister Philipp Amthor warnt hingegen davor, die Schuld an Personen festzumachen und verweist auf gesellschaftliche Veränderungen.
Parallel wird auch die Debatte über den Umgang mit der AfD innerhalb der CDU hitziger. CDU-Kreisvorsitzender Thomas Grote spricht sich für eine inhaltliche Kooperation mit der AfD in Sachfragen aus und kritisiert die bisherige Abgrenzung.
Der öffentliche Vorstoß Schomanns erhöht den Druck auf die CDU-Spitze vor der bevorstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.
