Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sieht weiterhin Klärungsbedarf bei der geplanten Rentenreform, obwohl Union und SPD Ende Juni einen gemeinsamen Kommissionsbeschluss präsentiert hatten. Bas betonte, dass dieser Beschluss noch keine endgültige politische Einigung darstelle.

Im Fokus ihrer Kritik stehen vor allem Aspekte wie die Regelungen zur Erwerbsminderungs- und Berufsunfähigkeitsrente sowie die angestrebte Abschaffung der Minijobs, die nach Wunsch der Unternehmen noch einmal verhandelt werden soll. Diese Forderungen widersprechen der bisherigen Haltung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der den Vorschlag zur Abschaffung der Frühverrentung und zur Umsetzung des Kommissionspakets insgesamt bekräftigt hatte.

Auch die Junge Union kritisierte Bas dafür, dass sie Beschlüsse öffentlich infrage stellt. Der Konflikt zeigt die Spannungen innerhalb der Regierungskoalition bei der Umsetzung der Rentenreform.