Sascha Gläser, 42 Jahre alt und AfD-Direktkandidat aus Rostock, steht vor einem Parteiausschluss. Grund ist die Verschleierung seiner kriminellen Vergangenheit: Gläser wurde 2012 zu einer Haftstrafe verurteilt, nachdem er eine Volksbank in Duisburg-Rumeln ausgeraubt hatte.
Die Partei erfuhr erst durch eine Berichterstattung davon und leitete daraufhin ein Ausschlussverfahren ein. Gläsers Verhalten wird in der AfD Mecklenburg-Vorpommern als schwerwiegender Vertrauensbruch bewertet.
Trotz der Verurteilung betont Gläser, dass er rechtlich nicht verpflichtet gewesen sei, seine Vergangenheit offenzulegen, und kündigte an, bei einem Wahlsieg sein Mandat nicht anzunehmen, um die Partei nicht zu schädigen. Die endgültige Entscheidung über seinen Verbleib in der Partei trifft das Landesschiedsgericht.
